Archiv: Allgemein

Neue Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte ruft im November das „Hessische Jahr der Rechte für alle Kinder“ aus

Gute Neuigkeiten! Hessen hat seit dem 20. Oktober wieder eine Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte. Mit Miriam Zeleke, Leiterin des Fachdienstes für Frühe Bildung und Familien in Weiterstadt, Fachberaterin im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan und Mitbegründerin des Kinderrechteinstituts, ist eine Fachfrau in dieses Amt gerückt. Als eines ihrer ersten Projekte startet Frau Zeleke am 20.11. offiziell das „Hessische Jahr der Rechte für alle Kinder“. Und hier folgt gleich die nächste gute Nachricht, denn in diesem Rahmen fördert das Hessische Ministerium für Soziales und Integration bis zu 20 Projekte von Kindern und Jugendlichen zu Kinderrechtsthemen mit jeweils bis zu 2.000 €. Für Kurzentschlossene, die schon Projektideen in der Tasche haben, besteht bereits in diesem Jahr eine Fördermöglichkeit. Allerdings müssen entsprechende Anträge bis zum 15. November vorliegen und entsprechende Ausgaben bis zum Jahresende getätigt sein. In einem zweiten Durchgang werden aber im kommenden Jahr ebenfalls Projekte gefördert. Weitere Infos und den Projektaufruf gibt es auf der Website der Landesbeauftragten für Kinder- und Jugendrechte.

Neues im Kinderrechte-Blog

Im Blog „Die UN-Kinderrechtskonvention in Hessen aus der Sicht von…“ sind in den letzten Wochen gleich drei neue Beiträge erschienen. In Hanau werden seit einiger Zeit standardmäßig Kinder bei der Gestaltung von Spielplätzen einbezogen. Makista hat Kinder und Erzieherinnen der Kita Alice Salomon zusammen mit Carolin Kornberger aus dem Kinder- und Jugendbüro bei der „Schiffstaufe“ auf einem Spielplatz in Lamboy getroffen und über diese Umsetzung der Kinderrechte auf Spielen und auf Mitbestimmung gesprochen. Bereits im September erschien ein Interview mit Sarah Ponti, Grundsatzreferentin des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland. Mit ihr sprachen wir darüber, wie sich die (rechtliche) Ungleichstellung gleichgeschlechtlicher Eltern auf das Familienleben und die Umsetzung des Kinderrechts auf Familie auswirkt. Brandneu ist der Artikel zum Recht auf Bildung, dessen Umsetzung in Hessen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft untersucht hat – mit einem in drei Punkten eher ernüchternden Fazit: bei der Chancengleichheit, dem oft monatelang bestehenden Ausschluss geflüchteter Kinder von Bildungsangeboten und der nach wie vor stattfindenden Rekrutierung Minderjähriger durch das Militär besteht aus Sicht der Autor:innen Handlungsbedarf. Wir wünschen eine spannende Lektüre und freuen uns über eigene Berichte und Kommentare zu diesen sehr unterschiedlichen Themen!

Neue Broschüre „Jetzt erst recht. Kinderrechte umsetzen trotz/in der Pandemie“

Vier Kapitel zu Kinderrechten in der Corona-Pandemie sind über die Monate seit dem ersten Lock-Down im März entstanden, die Makista nun in der Broschüre „Jetzt erst recht. Kinderrechte umsetzen trotz/ in der Pandemie“ zusammengeführt hat. Pädagogische Fachkräfte, aber auch andere Interessierte und Eltern können sich anhand der Textimpulse, Fallbeispiele und Gesprächsleitfäden mit aktuellen Fragen beschäftigen: Wie können unter Pandemiebedingungen Räume geschaffen werden, in denen Kinder und Jugendliche mitentscheiden können, wie sie ihren Alltag gestalten wollen? Wie erklärt man auch jüngeren Kindern das Virus, ohne auf Verkürzungen zurückzugreifen, die Vorurteile befördern? Wie können Ungleichheiten im Blick behalten werden, die auch vorher schon bestanden und jetzt noch verstärkt sind? Die Fragen nach Menschen- und Kinderrechten in Zeiten von Covid-19 werden konkret betrachtet und immer wieder überprüft, was einzelne Aspekte kinderrechtlich bedeuten. Entstanden ist das Bildungsmaterial in unserem Projekt „KindGeRecht“, gefördert im Landesprogramm „Hessen aktiv – für Demokratie und gegen Extremismus“. Die Broschüre gibt es zum Download auf unserer Corona-Sonderseite oder gedruckt zu bestellen per Mail an info@makista.de

Makista überreicht Spende an JuZ k-town in Hanau

Der Lebensalltag von Hanauer Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Monaten massiv geändert. Die durch das Covid-19 Virus ausgelöste Pandemie sowie die rassistischen Morde vom 19. Februar haben Verunsicherungen, Sorgen und Befürchtungen hervorrufen. Bei der Auseinandersetzung damit gerieten leider die Kinderrechte, und damit die Bedürfnisse und Perspektiven junger Menschen, häufig aus dem Blick. Als Würdigung der lokalen Arbeit im evangelischen Jugendzentrum (JUZ) k-town mit Kindern und Jugendlichen, die (un-)mittelbar von den rassistischen Morden vom 19. Februar betroffen sind, wurde am 2. November ein Spendenscheck über 2.000 Euro an Antje Heigl, Leiterin der Einrichtung, überreicht: Über die Aktion „Lauf für Kinderrechte“ hatte Makista im September 2020 gemeinsam mit dem hessischen Bündnis „Demokratiebildung nachhaltig gestalten“, der Sportjugend Hessen, der Diakonie Hessen und mit Unterstützung der Kinderfreundlichen Kommune Hanau Gelder gesammelt. Einen Teil erhielt nun das JUZ in Kesselstadt, das von dem Geld (sobald wieder möglich) eine Freizeit finanzieren möchte, bei der die Jugendlichen Raum und Zeit haben, sich als Gruppe mit den Erlebnissen 2020 auseinanderzusetzen – und nach den anstrengenden Monaten einfach mal „runterzukommen“. Hier geht es zum Pressebericht.

(Foto von links nach rechts: Günther Kugler (JuZ), Andrea Pillmann (Leitung Stabsstelle Prävention, Sicherheit und Sauberkeit), Christa Kaletsch (Makista e.V), Antje Heigl (JuZ))

Einladung zum Fachtag Kinder- und Jugendrechte

Am 03.Dezember 2020 laden die Karl-Kübel-Stiftung, die Hochschule Magdeburg-Stendal sowie die Diakonie Hessen herlich zum digitalen Fachtag „…und weg sind sie. Kinder- und Jugenrechte in Zeiten von Corona“ ein. Es geht um Fragen wie: welche Perspektiven haben Kinder und Jugendliche bezüglich ihrer Rechte in Zeiten von Corona? Was sagen Politik sowie Wissenschaft dazu? Welche Wirkungen haben die Coronamaßnahmen und Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in prekären Lebenslagen? Hierzu referieren unter anderem die Landesschüler:innenvertretung Hessen, Gerda Holz (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialarbeit und -pädagogik) sowie Miriam Zeleke (Hessische Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte). Mehr