„KindGeRecht!“ verbindet (frühes) Demokratielernen mit den UN-Kinderrechten und der Gesamtheit ihrer Grundprinzipien von Gleichheit/Nicht-Diskriminierung, Schutz, Förderung und Beteiligung. Die Kinderrechte als Menschenrechte für alle zwischen 0 und 18 bieten ein großes Potential – für die alltägliche pädagogische Arbeit, die Förderung der Teilhabe, den Umgang mit verschiedenen Formen von Diskriminierung oder die Planung einer lebenswerten, demokratischen „Stadt/Gemeinde von morgen“.
„Kinder brauchen besondere Rechte, weil sie nicht so stark sind wie Erwachsene. Die Rechte machen sie stärker.“
8jährige Teilnehmerin eines Beteiligungsformats zur Stadtgestaltung
Als Folgeprojekt von „KindGeRecht – Kinderrechte und Demokratie in hessischen Bildungslandschaften von Anfang an“ (2020-2025) machen wir ab 2026 mit dem Untertitel „Stärkung des demokratischen Miteinanders durch Kinderrechte“ weiter. Zentrales Anliegen des Projekts ist es, Erwachsene zu befähigen, durch ihre Haltung und kinderrechtliches „Know-How“ Kinder und Jugendliche bei ihrem Aufwachsen in eine demokratische Gesellschaft zu begleiten. Damit sie erleben, entsprechend einer Kinderrechte-Kultur mit Respekt behandelt, in ihren Anliegen ernstgenommen und über ihre Rechte aufgeklärt und bestärkt werden, dafür einzutreten. Auch und gerade dann, wenn es zum Infragestellen von demokratischen Grundwerten und universellen Menschenrechten kommt.
„Jeden Tag gibt es neue Anforderungen, sich mit Kindern der schwierigen und wichtigen Themen anzunehmen – wie z.B. Rassismus, den Umgang mit sexualisierter Gewalt, Diversität und Demokratieskepsis. Um das gut machen zu können, brauchen wir persönliche, fachliche Unterstützung und praktische Anregungen.“
Schulleiterin einer Netzwerkschule für Kinderrechte und Demokratie
Dafür schaffen wir hessenweit in verschiedenen Partnerregionen Bildungsangebote sowie Räume zum Austausch und zur Entwicklung gemeinsamer Visionen. Neben der Verinnerlichung handlungsleitender Kinderrechtsprinzipien (Schutz, Förderung, Beteiligung und Gleichheit/Nicht-Diskriminierung) ist auch der Vertrauensgewinn in die eigene Handlungsfähigkeit – von Einzelpersonen und im Gemeinwesen – ein Effekt, den das Projekt unterstützen möchte. Ziel ist es, tragfähige Netzwerke für Kinderrechte, Demokratie und Vielfalt (vor allem in ländlichen Regionen) aus- und aufzubauen: In der pädagogischen Praxis von Kita und Schule bis außerschulischer Jugendarbeit, zivilgesellschaftlichem Engagement und kommunalen Prozessen bieten sich viele niedrigschwellige Chancen, einen positiven Menschenrechtsbezug, resiliente Haltungen gegen Demokratie- und Menschenfeindlichkeit und gegenseitige Solidarität zu fördern
Unsere Arbeitsweise:
…Wir ermutigen engagierte Erwachsene, immer wieder kinderrechtsbasierte Abwägungen und Entscheidungen zu treffen.
…Wir unterstützen ihr Bewusstsein dafür, dass Kinder im Alltag Möglichkeiten brauchen zu erleben, dass sie sich für ihre Rechte (und die anderer Kinder) einsetzen können.
…Wir zeigen, dass das Wissen über Kinderrechte eine demokratische Haltung nicht nur der Kinder, sondern all derer fördert, die sie auf ihrem Weg begleiten.
…Wir blicken ressourcenorientiert darauf, was demokratisch Engagierte miteinander vor Ort angehen wollen. Dabei orientieren wir uns an den lokalen Gegebenheiten und knüpfen an bestehende Strukturen und Prozesse an.
…Wir entwickeln begleitend Materialien mit methodischen Handreichungen und Hintergrundwissen für unterschiedliche Zielgruppen und Themen.
„Die Kinder unserer Kommune profitieren von der Zusammenarbeit mit Makista. Wir denken immer wieder bei Planungen über Kinderrechte nach und das stärkt uns. Wir können z.B. sicherer reagieren auf Anfeindungen.“
Fachangestellte der Gemeinwesenarbeit einer Kommune
Unsere Angebote (nach individueller Absprache):
- Kinderrechte in Schule, Kita und Kindertagespflege: Pädagogische Tage, Vorträge, Workshops mit Blick auf die Ganzheitlichkeit von Kinderrechten und ein kinderrechtsbasiertes Demokratieverständnis
- „KindGeRecht-Demokratiebegleiter*innen“: Modulare Weiterbildung und Vernetzung von demokratisch Engagierten aus Zivilgesellschaft, Schule oder kommunaler Verwaltung einer Region.
- Beratung und Fortbildung von Trägern außerschulischer Bildung und Freizeit z.B. bei der Entwicklung partizipativer Angebote oder von Schutzkonzepten auf Basis von Kinderrechten.
- Trainings für Kinder und Jugendliche: SV, kommunale Jugendgremien oder themenspezifische Projektgruppen (z.B. AG Schule gegen Rassismus, Stadtplanungsprojekte oder Umwelt-Engagierte).
- Entwicklung und Begleitung von lokalen Kinderrechteprojekten (z.B. öffentliche Aktionswochen, Kreativprojekte oder Beteiligungsformate) mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
- Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen: Modulare Ausbildung zur Kinderrechteschule, langfristige Entwicklung und Vernetzung mit kommunalen Strukturen.
„Demokratie ist für alle da, doch oft ist der Raum dafür noch viel zu klein. Diese Weiterbildung berührt, öffnet den Blick und zeigt, wie viel wir bewegen können, wenn wir Kinderrechte wirklich ernst nehmen. Sie gibt Mut, die Hoffnung, nicht allein zu sein, und die Kraft, im eigenen Umfeld nicht stehen zu bleiben, sondern gemeinsam Veränderung zu schaffen.“
Teilnehmerin einer Weiterbildung von KindGeRecht Demokratiebegleiter*innen
Kooperationen und erfolgreiche Zusammenarbeit in dem Projekt gibt es unter anderem mit den hessischen Kommunen Bensheim, Butzbach, Wetzlar, in den Landkreisen Gießen, Bergstraße, Offenbach und Wetterau.
Wir freuen uns über weitere Anfragen und Kooperationspartner!
Ansprechperson:
Hannah Abels
abels(a)makista.de
069 949446743
Jasmine Gebhard
gebhard(a)makista.de
069 949446741
