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„ZusammenWachsen! Kinderrechte und Demokratie einfach machen“: Projekt für Hanauer Grundschulkinder startet mit Treffen im Schloss Philippsruhe

Zu einem Auftakttreffen am 19. Juni 2026 haben die Stiftung CITOYEN (Projektträger) und der Verein Makista (Projektleitung) eine interdisziplinäre Gruppe von Expertinnen und Experten ins Schloss Philippsruhe eingeladen, die das Projekt „ZusammenWachsen!“ über die gesamte Laufzeit von drei Jahren begleiten wird. Vertreten waren seitens der Stadt Hanau das Umweltzentrum, die Soziokultur im Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, die Abteilung Demokratie und Vielfalt und die Koordinierungsstelle der Kinderfreundliche Kommune sowie die Gebeschusschule und Anne-Frank-Schule, an denen das Projekt durchgeführt werden soll.

„Demokratie beginnt im alltäglichen Miteinander! Was das konkret bedeutet, spüren junge Menschen von klein auf. Hier setzt unser gemeinsames Vorhaben an – indem Grundschulkinder bei der Mitgestaltung ihres Umfelds in der Schule sowie im Stadtteil unterstützt werden. Während der Projektlaufzeit bis März 2029 erfahren die Kinder, dass ihre Rechte geachtet werden und ihre Anliegen Gewicht haben“, erläutert Sarah Tabatabai, die das Projekt bei Makista leitet.

Das Partizipationsprojekt denkt unmittelbar alle weiteren Prinzipien der Kinderrechte mit: Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, Schutz sowie Förderung. Die unterschiedlichen Perspektiven und Anliegen der Kinder sind Ausgangspunkt der Projektgestaltung an den zwei Schulstandorten. Jede Gruppe wählt einen Schwerpunkt, reflektiert die eigenen Wünsche und entwickelt daraus etwas Konkretes und Bleibendes, das ihr Umfeld noch schöner und kindgerechter machen soll. In cross-peer Workshops werden ebenso die Perspektiven von Jugendlichen einbezogen. Die Beteiligten erkennen, welche Kinderrechte sie in ihrem unmittelbaren Umfeld verwirklichen – für sich selbst und für andere Kinder jetzt und in Zukunft.

„Bessere Perspektiven für alle Kinder und die Förderung des demokratischen Miteinanders sind zentrale Anliegen der Stiftung. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Makista die Schulen darin unterstützen, die Kinder stark zu machen und sie zu befähigen, ihre Rechte zu kennen und wahrzunehmen“, betont Dr. Dorothee Freudenberg, Vorsitzende der Stiftung CITOYEN.

Schließlich soll ein übertragbares Konzept für schulische Projekte entwickelt werden, um diese systematisch an Kinderrechten auszurichten. Die Kinder entwickeln zum Abschluss eine eigene Präsentationsform: Mit selbst gestalteten Steckelementen werden sie an Schulen oder in kommunalen Ausstellungen zeigen, was sie entwickelt haben und anderen Kindern Lust auf demokratisches Engagement und den Einsatz für Kinderrechte machen.

Die Stiftung CITOYEN ist eine Bürgerstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihr Ziel ist es, Gemeinsinn zu fördern und bürgerschaftliches Engagement im Rhein-Main-Gebiet zu stärken. Dabei setzt die Stiftung nicht nur eigene Projekte um, sondern unterstützt auch Initiativen Dritter, die das Gemeinwohl aktiv mitgestalten. www.stiftung-citoyen.de

KindGeRecht-Demokratiebegleiter*innen initiieren Aktionszeitraum Kinder- und Jugendrechte

Makista zeichnete im Familienzentrum Bensheim am 16. Juni 2026 sogenannte KindGeRecht-Demokratiebegleiter*innen aus. Gemeinsam wollen rund 20 Menschen aus Jugendarbeit, Sport, Schulsozialarbeit und Demokratiebündnissen aus dem Kreis Bergstraße in der Region demokratiestärkende Lern-, Kreativ- und Alltagsräume für Kinder und Jugendliche langfristig sichern und Impulse setzen.

Eines haben Sie bereist gemeinsam vor: Sie wollen mit einem achtwöchigen „KindGeRecht-Aktionszeitraum Kinder- und Jugendrechte“ begeistern für eine menschenrechtsbasierte Demokratie und besonders die Rechte für alle zwischen 0 und 18 Jahren. Zwischen dem Weltkindertag am 20. September 2026 und dem Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2026 geht es darum, Kinder- und Jugendrechte erlebbar zu machen, darüber zu diskutieren, neue Bekanntschaften mit engagierten Menschen zu machen und gemeinsam dazuzulernen: Mit Theateraktionen für alle im öffentlichen Raum, einem Bücherfenster, Mitmach-Ständen, Workshops für Jugendliche, Austausch zu Beteiligungsstrukturen, Fachkräfte-Fortbildungen, Lesungen, Einblicke in eine Kinderrechteschule, Malaktionen für jüngere Kinder und vielem mehr. Denn Kinderrechte gehen alle etwas an! Und es gibt Menschen, die sich dafür einsetzen, dass sie verwirklicht werden. Darum knüpfen der Aktionszeitraum an bestehende Aktivitäten in der Region an, etwa an den städtischen Aktionstag Jugend im April 2026, die jährlichen zivilgesellschaftlich angestoßenen „Wochen für Zivilcourage“ an weiterführenden Schulen im September, das Weltkindertagsfest, die Partnerschaft für Demokratie oder das Engagement der Bensheimer Kinderrechteschulen.

Zum Flyer „KindGeRecht-Aktionszeitraum Kinder- und Jugendrechte“ Bensheim und Kreis Bergstraße
Alle Termine sind ab August hier einsehbar und werden regelmäßig aktualisiert.

Modulare Weiterbildung KindGeRecht-Demokratiebegleiter*in

Die modulare Weiterbildung sorgte für Wissenszuwachs, neue Methoden, Impulse für die eigene Praxis in Beruf oder Ehrenamt und vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten. Jeder der vier Nachmittage konzentrierte sich auf ein Prinzip der UN-Kinderrechtskonvention und dessen Relevanz für die Stärkung eines demokratischen Umfelds: Partizipation, Schutz, Gleichheit/Nicht-Diskriminierung und Förderung.


„Demokratie ist für alle da, doch oft ist der Raum dafür noch viel zu klein. Diese Weiterbildung berührt, öffnet den Blick und zeigt, wie viel wir bewegen können, wenn wir Kinderrechte wirklich ernst nehmen. Sie gibt Mut, die Hoffnung, nicht allein zu sein, und die Kraft, im eigenen Umfeld nicht stehen zu bleiben, sondern gemeinsam Veränderung zu schaffen.“

Salome Saremi-Strogusch, Teilnehmerin und Vorsitzende des Bensheimer Zivilcourage-Vereins Fabian Salars Erbe, ist auf vielen Ebenen für Menschenrechte aktiv und hat die Zusammenarbeit mit Makista angestoßen. Im durch das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ geförderten Projekt „KindGeRecht! Stärkung des demokratischen Miteinanders durch Kinderrechte“ unterstützt Makista Erwachsene dabei, durch ihre Haltung und kinderrechtliches „Know-How“ Kinder und Jugendliche bei ihrem Aufwachsen in eine demokratische Gesellschaft zu begleiten. Auch oder gerade dann, wenn es zum Infragestellen von demokratischen Grundwerten und universellen Menschenrechten kommt.

Makista berät dazu und bildet fort: In Stadtverordnetenversammlungen, kommunalen Fachbereichen, Kitas, Schulen oder im Gemeinwesen. Interessierte und Engagierte aus Hessen dürfen gerne auf uns zukommen! Mehr zum Projekt KindGeRecht

Digitale Medien: Perspektive Jugendlicher und neues Buch

Jugendliche aus Hessen benennen klar was sie von der Politik und Erwachsenen erwarten, wenn es um digitale Räume geht: Sie wollen nicht mit den Risiken alleine gelassen werden, aber genauso wenig durch einfach Lösungen verwaltet werden. Sie wünschen sich, dass Schutz, Bildung, Verantwortung und Bildung zusammengedacht werden. Junge Menschen brauchen digitale Räume, die ihre Würde achten und Teilhabe ermöglichen ebenso wie analoge, verlässliche Orte in ihrem Alltag. Erwachsene müssen, um das zu ermöglichen, sich selbst gute Fachkenntnisse der digitalen Welten aneignen. Diese und mehr Kernbotschaften sind das Ergebnis eines Beteiligungsworkshops mit Jugendlichen im Mai 2026 im Rahmen des hessischen Vorsitzes der Jugend- und Familienminister*innenkonferenz.

Unterstützend dazu publiziert das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales das Buch „Check lieber deine Rechte im Netz“. Auf 212 Seiten erklärt es entlang der UN-Kinderrechtskonvention, was junge Menschen im Netz wissen und können sollten – von Privatsphäre und Tracking über Algorithmen, Lernen mit Künstlicher Intelligenz, Chatbots und Cybergrooming bis zu Cybermobbing, Hate Speech, Fake News und Gaming. Jedes Kapitel ist dabei einem Kinderrecht zugeordnet. Das Buch macht transparent, wo Schutz im Netz heute noch zu kurz greift und welche Verantwortung Erwachsene tragen – als Eltern, Fachkräfte, Gesetzgeber und Plattformbetreiber. Und diese können die Publikation in der Begleitung Jugendlicher gut und anlassbezogen einsetzen.

Zum Buch

Zum Papier „Wir brauchen uns!“ Perspektiven junger Menschen

Makista-Fortbildung „Der Klassenrat als Verankerung der Kinderrechte im Schulalltag“

Mit Blick auf die Kinderrechte erarbeiten wir das Prinzip Klassenrat: Wie kann der Klassenrat ein Motor für partizipative Schulkultur sein? Wie werden die Grundprinzipien der Kinderrechte Gleichheit/Nicht-Diskriminierung, Schutz, Förderung und Partizipation im Format Klassenrat deutlich? Welche Rollen nehmen Kinder und Jugendliche sowie erwachsene Begleitpersonen ein? Welche Themen werden in der Klassenrunde besprochen und welche haben aus kinderrechtlicher Sicht anderswo einen besseren Platz?

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte in (Kinderrechte-)Schulen, die mit dem Klassenrat arbeiten (wollen) – um Wissen aufzufrischen, den Klassenrat näher kennenzulernen oder mit neuem Fokus wahrzunehmen.

Wann: 18. Juni 2026, 10 bis 15:30 Uhr
Wo: Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt am Main
Leitung: Hannah Abels (Trainerin für Kinderrechts- und Demokratiebildung, Makista e. V.), Regina Heil (Expertin für Gewaltprävention und Demokratielernen, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen)

Ihre Anmeldung (Name, Institution, Profession) senden Sie bitte
bis zum 29. Mai 2026 per Mail an Jasmine Gebhard: gebhard@makista.de

Die Veranstaltung ist kostenfrei und als hessische Lehrkräftefortbildung akkreditiert. Makista e. V. bietet die Fortbildung im Rahmen des Projekts „KindGeRecht“ an, das im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert wird.

Bündnis „Bildung statt Abschiebung“ in Frankfurt gegründet

Am 4. März 2026 nahmen im DGB Haus etwa 150 Mitglieder die Zusammenarbeit im Bündnis „Bildung statt Abschiebung“ auf, das die Gewerkschaft Wissenschaft und Erziehung (GEW) zusammen mit u.a. der Diakonie Hessen, dem Hessischen Flüchtlingsrat und dem Paritätischen Hessen Ende 2025 ins Leben gerufen hatte. Auch Makista e.V. schloss sich bereits bei der Gründung dem Bündnis an – denn besonders Bildungsinstitutionen müssen im Sinne der Unteilbarkeit der in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Prinzipien Schutz, Förderung, Gleichheit und Beteiligung für die dort Lernenden sichere Räume bleiben. Um dies zu gewährleisten, unterstützt das Bündnis neben dem gemeinsamen öffentlichen Engagement Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Beratungsstellen dabei, für das Interesse der in ihrer Verantwortung stehenden Kinder und Jugendlichen eintreten und sich konkret auf Situationen drohender Abschiebungen vorbereiten zu können. Durch eine rechtliche Einordnung des Anwalts für Migrationsrecht Dr. Jonathan Leuschner, die Workshop-Arbeit an einem Handreichungsbogen für Lehrkräfte und den interprofessionellen Austausch miteinander brachte die Auftaktveranstaltung das Bündnis in diesem Vorhaben bereits ein gutes Stück voran. Bei einer Podiumsdiskussion stellten sich Politikerinnen aller demokratischen Parteien den Fragen und dem Resolutionspapier des Bündnisses, das im Nachgang einstimmig verabschiedet wurde.

Die Resolution zum Download (über GEW Hessen)

Infos zum Bündnis / Beitrag der hessenschau vom 9.12.25