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Einladung: Makista-Fachtag KindGeRecht

Unser Projekt „KindGeRecht“ wird 5! Anlässlich dieses kleinen Jubiläums wollen wir auf einem hessenweiten Fachtag am 16. September 2024 die verschiedenen Wirkungsbereiche des Projekts genauer betrachten, vorstellen und würdigen. Das im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ geförderte Projekt verbindet (frühes) Demokratielernen mit den UN-Kinderrechten und der Gesamtheit ihrer Grundprinzipien von Nicht-Diskriminierung, Schutz, Förderung und Beteiligung. Der Fachtag beschäftigt sich damit, wie sich ein Kinderrechtsbezug auf Schule, frühkindliche Bildung und Jugendarbeit, aber auch kommunale Verwaltung, Vereineoder soziales/politisches Engagement der Zivilgesellschaft auswirken kann. All diese Bereiche sind wichtige Lern- und Lebensorte und bilden gleichzeitig jeweils „Mikrokosmen“ für sich. Gelingt es, sie miteinander zu verbinden, lassen sich wichtige Effekte für Kinder und Jugendliche im Nahraum eines Dorfes oder Stadtteils entwickeln.

Der Fachtag adressiert Menschen aus verschiedenen Arbeitsfeldern mit einer klaren Haltung und Engagement für die Pluralität unseres Zusammenlebens. Wir laden alle, die bereits mit uns in KindGeRecht verknüpft sind oder sich in diesem Themenfeldweiter vernetzen möchten, herzlich ein dabei zu sein!

Zum Flyer mit Programm und Kurzbeschreibung der Denkräume:


Eine Keynote von Reiner Becker, Leiter des Demokratiezentrums im Beratungsnetzwerk Hessen sowie ein Fachvortrag von Walid Malik (Deutsches Institut für Menschenrechte), Koordinator des hessischen Monitorings zur Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte zum Gleichheits- und Nicht-Diskriminierungsprinzip der Kinderrechte setzen inhaltliche Impulse für die Arbeit in unterschiedlichen, fach- und zielgruppenübergreifenden „Denkräumen“. Dort geben Kooperationspartner von Makista Einblicke in ihre Arbeit – zu Kinderrechten im Sport, zur Entwicklung von (schulischen) Schutzkonzepten auf Grundlage der Kinderrechts-Prinzipien, zu demokratischer Stadtentwicklung, dem Zusammenhang von Kinderrechten, Demokratielernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie gesellschaftlichen Differenzkonstruktionen von Kindern im Vor- und Grundschulalter.

Wir freuen uns über rege Teilnahme, gute Diskussionen und engagierte Menschen vor Ort!

Anmeldungen mit Name, Institution und Ort richten Sie bitte bis zum 21. August 2024 an: info@makista.de (Ansprechpersonen: Hannah Abels und Jasmine Gebhard) – es fallen keine Teilnahmegebühren an.

Der Termin in Kürze:

Fachtag „KindGeRecht“
Sportschule und Bildungsstätte des Landessportbundes Frankfurt am Main
16. September 2024, 10 bis 16 Uhr

Programmpunkte:
• Grußworte
• Keynote von Reiner Becker
• Fachvortrag von Walid Malik
• Einblick in die Arbeit von Makista
• Denkräume zu verschiedenen Themen
• Abschluss

Veranstalter: Makista e.V.
Kooperationspartner: Sportjugend Hessen
Förderung: Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“, Hahn Air Foundation

Ausschreibung einer Praktikumsstelle bei
Makista e.V. Frankfurt/Main

Makista – Bildung für Kinderrechte und Demokratie e.V. vergibt zur Mitarbeit in Frankfurt am Main ab sofort bis zum 31. Dezember 2024 einen Praktikumsplatz an eine/n Masterstudierende/n aus den Bereichen Sozial- oder Gesellschaftswissenschaft, Pädagogik, Politik, Lehramt. Die Stelle ist auf max. 200 Stunden begrenzt, die frei einteilbar sind und vergütet werden. 

Zur Praktikumsausschreibung

Wir freuen uns auf neue Begegnungen und engagierte Menschen, die Erfahrungen und Interesse im Bereich der Menschenrechts-, Antidiskriminierungs- oder Demokratiearbeit sowie der (außer-) schulischen Bildungsarbeit mitbringen!

Bewerbungen oder Rückfragen bitte per E-Mail an: Jasmine Gebhard, Geschäftsführung und Projektleitung, gebhard@makista.de

Neue Schulen in das Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen aufgenommen

Vier Schulen wurden am 7. März 2024 für ihre Teilnahme an dem Qualifizierungsprogramm „Auf dem Weg zur Kinderrechteschule“ gewürdigt. Fabricia Lederer (Vertreterin des Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen) und Christa Kaletsch (Vorsitzende des Frankfurter Vereins Makista) dankten den Schulteams für ihr Engagement, das auch in Zukunft weitergehen wird: Die Keltenbergschule Glauburg, die Degerfeldschule Butzbach, die Elly-Heuss-Knapp-Schule Darmstadt und die Bürgermeister-Grimm-Schule Frankfurt sind nun Teil des Netzwerks für Kinderrechte und Demokratie Hessen, das seit 2010 unter Leitung von Makista aktiv ist. Auf Grundlage der in Deutschland seit 1992 geltenden UN-Kinderrechtskonvention, die seit 2018 auch Teil der Hessischen Landesverfassung ist, gestalten die darin Engagierten kindgerechte, demokratische, diskriminierungsfreie und weltoffene Schulen. Orientierung geben dabei die Prinzipien Gleichheit, Schutz, Förderung und Partizipation.

Was es bedeuten kann, Kinderrechte lebendig zu machen, zeigten alle vier neuen Kinderrechteschulen auf dem Treffen in Frankfurt in eigenen Präsentationen aus ihrem pädagogischen Alltag: Mit der Frage „Was braucht ein Kind um glücklich zu sein?“ philosophierten alle Kinder der Bürgermeister-Grimm-Schule über ihre Rechte. Die Degerfeldschule würdigt durch verschiedene Angebote die Vielsprachigkeit ihrer Kinder und Familien und wählt regelmäßig das Kinderrecht des Monats. Ein schulinternes Curriculum zum Sozialen Lernen und Kinderrechten ist an der Elly-Heuss-Knapp-Schule entstanden. Das Kollegium der Keltenbergschule hat mit und für alle Klassen eine Projektwoche organisiert, in der unterschiedliche Kinderrechte kreativ bearbeitet wurden – u.a. mit Szenen zum Thema Meinungsbildung und Fake News, in der Auseinandersetzung mit einem sicheren Zuhause oder mit Bildern zu Zukunfts-Wünschen. Nicht zuletzt werden die Kinderrechte in den Schulen sichtbar gemacht – durch Literatur in der Bibliothek oder Schaukästen im Schulgebäude. Das erinnert alle an Schule Beteiligten, Eltern und Kooperationspartner immer wieder an die Verpflichtung, Kinder in ihren Rechten zu fördern.

In Hessen ist das Netzwerk der mittlerweile 35 Kinderrechteschulen ein wichtiger Multiplikator für die Realisierung der Kinderrechte in Bildungseinrichtungen und darüber hinaus. Das Hessische Monitoring Kinderrechte, durchgeführt vom Deutschen Institut für Menschenrechte, lobt in seinem Bericht 2023 das Programm als vorbildhafte Initiative der Menschenrechtsbildung: „Wünschenswert wäre aus kinder- und jugendrechtlicher Perspektive ein weiterer […] Anstieg der im Netzwerk Kinderrechteschulen beteiligten Schulen.“ Und auch der UN-Kinderrechtsausschuss empfiehlt Deutschland 2022, dass in Schulen explizit und aktiv für die Menschenrechte und gegen Diskriminierung vorgegangen wird.

Das Team von Makista unterstützt die Schulen durch individuelle Entwicklungsgespräche, Studientage für das Kollegium, Fortbildungs- und Vernetzungstreffen sowie Praxismaterialien.

Das Netzwerk ist Teil des Projekts „KindGeRecht“, das aktuell im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und Extremismus“ und durch die Hahn Air Foundation gefördert wird. Kooperationspartner ist das Projekt des Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD). Vernetzungen bestehen außerdem mit den Kinderrechteschulprogrammen von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk.

Miriam Zeleke als Hessische Beauftragte für Förderung und Beteiligung von Kindern eingesetzt

Sozialministerin Heike Hofmann hat im März die Position der Beauftragten für Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geschaffen und mit Miriam Zeleke besetzt, die bisher als Beauftragte für Kinder- und Jugendrechte gewirkt hat. Makista gratuliert dazu ganz herzlich und freut sich über diese Anlauf- und Vernetzungsstelle für in der Kinder- und Jugendrechtarbeit Aktive in Hessen. Die Ministerin und Frau Zeleke möchten in Zukunft vor allem die umfassenden Förder- und Beteiligungsrechte der Kinder und Jugendlichen fokussieren und stärken. Insbesondere in Zeiten, in denen sich Populismus und Desinformation im Aufwind befänden, sei das von großer Bedeutung. „Für eine starke Demokratie braucht es starke Demokraten. Kinder und Jugendliche sind dabei unsere wichtigsten Partner“, so die Beauftragte.

Mehr (PM des HSMI)

Neue Podcastfolge zu Antisemitismus und Bildung

Wie gestaltet sich das Lernen über und gegen Antisemitismus in Deutschland? Welche Rahmenbedingungen sind in Bildungsinstitutionen zum jetzigen Zeitpunkt vorzufinden? Christa Kaletsch von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik Hessen (DeGeDe) und Prof. Dr. Stefan Müller, Mitherausgeber der Reihe „Antisemitismus und Bildung“, sprachen für die 16. Folge von „Politische Bildung – Der Podcast“ mit Astrid und Funda vom Wochenschauverlag über verschiedene Herausforderungen und Handlungsoptionen, die im Zusammenhang mit Antisemitismus an Bildungsorten entstehen.

An Bildungsorten wie Schule und Universitäten können wir gesellschaftliche Probleme erkennen und praktisch angehen, denn der 07. Oktober 2023 und seine Folgen haben wiedermal gezeigt, dass antisemitische Ressentiments und Antisemitismus handfester Teil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland sind. Was können wir tun und was hilft? In dieser Folge werfen wir gemeinsam einen Blick auf den Zustand unserer Bildung gegen Antisemitismus.

Zum Podcast

Für alle, die nach dem Hören des Podcasts Interesse an einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Thema haben, bietet Christa Kaletsch im Rahmen ihrer Arbeit bei Makista Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und kommunale Verantwortungsträger*innen an.