Archiv: Allgemein

Kick-off für den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung

Mit einem Nationalen Aktionsplan (NAP) für Kinder- und Jugendbeteiligung wird die Jugendstrategie der Bundesregierung weiterentwickelt. Besonderer Fokus liegt darauf, wie die Beteiligung junger Menschen auf allen Ebenen gestärkt werden kann. Dazu sollen u.a. Qualitätsstandards für wirksame Teilhabe besser bekannt gemacht werden. Zugleich werden mit dem Nationalen Aktionsplan auch die Gruppe „Kinder unter 12 Jahren“ in den Blick genommen sowie Länder und Kommunen als Beteiligungsebenen berücksichtigt. Mit der Kick-Off Veranstaltung am 13. und 14. November 2022 in Berlin startet das Bundesjugendministerium einen großen Dialogprozess, um den Nationalen Aktionsplan in den kommenden Monaten partizipativ zu gestalten. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft. Mehr

Fachtag: Kita als Häuser der Kinderrechte

Inspiriert durch das Makista-Material „Kleine Worte – Große Wirkung!“ und die langjährige Arbeit mit dem Ansatz der „Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung“ (Fachstelle Kinderwelten Berlin) organisierte die Kommune Filderstadt (Amt für Familie, Schule, Vereine) einen großen Fachtag für alle Kita-Fachkräfte der Stadt. Christa Kaletsch (Makista) lud in ihrem interaktiven Impuls dazu ein, sich aktiv mit den Kinderrechten zu verknüpfen und zeigt Wege auf, wie die Kinderrechte handlungsleitend für die Gestaltung des Alltags von Kindertagesstätten sein können. Durch die explizite Benennung der Kinderrechte werden die Kinder in ihrem Handeln für die Kinderrechte bestärkt. Reflexionen von Alltagssituationen stärken eine kinderrechtsbasierte pädagogische Haltung. Wenn Kita-Teams sich auf den Weg machen, die Kinderrechte mit ihren Prinzipien Schutz, Partizipation, Gleichheit und Förderung als Bezugsrahmen für die Gestaltung des Kita-Lebens zu machen, stellen sie häufig fest, wie wohltuend und klärend sich dies auch auf herausfordernde Fragestellungen auswirken kann.
Der ergänzende Workshop mit dem Titel „Kleine Worte – Große Wirkung!“ stellte praktische Wege zur Auseinandersetzung mit den Kinderrechten vor. Wie kann man mit Kindern die Kinderrechte thematisieren? Wie können Kinderrechte ein wichtiger Reflexionsrahmen für die Arbeit werden und dabei helfen, aktiv in eine kindgerechte Menschenrechtsbildung einzusteigen?

Wir sagen danke! Geburtstagsspende an Makista

Wir danken Helmolt Rademacher und seinen Festgästen anlässlich seines siebzigsten Geburtstags ganz herzlich für die großzügige Spende an unseren Verein. Für uns auch ein Anlass Helmolt Rademachers vielfältiges Engagement für Demokratie lernen und Kinderrechts-Pädagogik zu würdigen: viele Jahre lang vor seinem verdienten Ruhestand leitete er das Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des hessischen Kultusministeriums und hat sich in dieser Funktion u.a. dafür eingesetzt Klassenratsarbeit mit dem Bezug zu den Kinderrechten zusammen zu denken. Aufmerksam begleitet er noch immer bildungspolitische Prozesse und macht sich dafür stark, Schulentwicklung zu kinderrechtsbasiert denken. Als Co-Vorsitzender des Landesverbands der DeGeDe scheut Helmolt Rademacher sich nicht, für die Kinderrechte, seine Laufschuhe zu schnüren und für Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung zu sorgen (so im Jahr 2020 bei unserem Kinderrechte-Sponsorenlauf). Auch in der Arbeit für das hessische Bündnis Demokratiebildung nachhaltig gestalten hat sein Engagement für einen kinderrechtlichen Bezugsrahmen einen festen Platz. Wir freuen uns über diese verlässliche und gewachsene Kooperation und hoffen auf viele künftige gemeinsame Veranstaltungen.

Butzbach würdigt Kinderparlament auf Kinderrechte-Fest

Die Stadt Butzbach setzt ihren Einsatz zur Umsetzung der Kinderrechte fort und machte dies auch auf dem Kinderrechte-Fest zum Weltkindertag deutlich. Das im November 2021 gemeinsam mit Makista im Projekt „KindGeRecht“ gegründete Kinderparlament und die daran beteiligten Grundschulen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung: Zur Eröffnung ehrte Bürgermeister Merle die Kinderparlamentarier:innen der ersten Legislaturperiode und machte seine Freude über die zukünftige Zusammenarbeit mit den Parlamentskindern deutlich. Mitmachen, lernen und erfahren, was Kinderrechte sind konnten die Besucher:innen des Festes an den Ständen der drei Butzbacher Kinderrechteschulen und Makista, der Buchhandlung Bindernagel, der Gemeinwesenarbeit Butzbach und den Puzzle Kids. Das „Kinderrechte-Fischen“ informierte über einzelne Rechte und regte an, den Boden des Marktplatzes mit Kreide zu bemalen und zu beschriften. Welche Rechte gibt es? Welche sind uns besonders wichtig? Die Haingrabenschule, Hausbergschule und Gönser-Grund-Schule zeigten ihr Engagement zur Realisierung der Kinderrechte im Schulalltag, verkauften „selbst gestaltete „Kinderrechte-Postkarten“ und boten Spielaktionen an. Am Stand der Buchhandlung Bindernagel wurden zahlreiche kinderrechtssensible und rassismuskritische Bücher vorgestellt, die Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Vielfalt thematisieren und junge sowie ältere Leser:innen einladen, sich mit Gleichheits-, Schutz- und Nicht-Diskriminierungsrechte zu verknüpfen. Mit einer Abstimmungsaktion für die Umgestaltung des Schlossparks beteiligte sich das Innenstadtmanagement: Kinder und Jugendliche konnten über alte und geplante Spielgeräte sowie die Neugestaltung des Parkes voten, Wünsche und Anregungen äußern und sich somit explizit an der Stadtentwicklung und dem Umgestaltungsprozess beteiligen. Mehr

Aktion zum Weltkindertag an der Anne-Frank-Schule Hanau

Zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September setzte die Anne-Frank-Schule Hanau ein Zeichen für Kinderrechte. Mit Kreide malten und schrieben die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte Botschaften und Wünsche auf ihren Schulhof. Die Schule beteiligt sich damit an der Aktion „Laut für Deine Rechte“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und rückt die Kinderrechte damit in den Fokus der Kinder und Eltern. Ergänzend zur Aktion fand an diesem Tag ein Kinderrechtefest mit Spielstationen statt, die die Kinderrechte – vor allem das Recht auf Spiel und Freizeit – spielend erlebbar machten. Die Spiele hatten keinen Wettkampfcharakter, die Aufgaben sollen in Teams bewältigt werden, damit kein Kind benachteiligt und somit auch dem „Recht auf Nichtdiskriminierung“ Rechnung getragen wird.

Andrea Pillmann, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Hanau, freut sich: “Wir haben den Schulen, die sich an dieser Aktion beteiligt haben, sehr gerne die Kreide zum Malen spendiert. Ich finde es wichtig, dass Kinder sich auch kreativ mit den Kinderrechte auseinandersetzen dürfen.“

Bei allen sie betreffenden Angelegenheiten sind die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen vorrangig zu berücksichtigen, so steht es in Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention, die für alle jungen Menschen von 0-18 Jahre seit 1989 gilt. Damit eine Realisierung der Kinderrechte gelingt, müssen vor allem Erwachsene ihr Tun bewusst mit der Kinderrechtskonvention verbinden und ihre Entscheidungen danach ausrichten.

Deshalb engagiert sich das Lehrkräfteteam der Anne-Frank-Schule über den Projekttag hinaus im „Netzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen“ für Nicht-Diskriminierung, Beteiligung, Förderung und Schutz aller Kinder. Der Verein Makista aus Frankfurt begleitet die Schule dabei – gemeinsam mit weiteren 30 Schulen aus Hanau und ganz Hessen.
„Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit Makista, da wir mit der Inspiration und der Unterstützung des Vereins sowie dem Austausch mit dem Netzwerk viele Projekte und Ideen entwickeln und umsetzen konnten, wie zum Beispiel das Schülerparlament, Lesen für UNICEF, das Projekt „Demokratie leben“ mit Unterstützung der Künstlerin Sanja Zivo und vieles mehr“, sagt Magdalena Linne, die Konrektorin der Schule. „Damit haben wir erreicht, dass bei vielen Eltern, unabhängig von Kultur, Religion und Nationalität, ein Umdenken stattgefunden hat und die Kinder mit einem gestärkten Selbstbewusstsein das ‚Recht auf gewaltfreie Erziehung‘ in ihre Familien getragen haben.“ Kindeswohl, Kinderschutz und Mitbestimmung hätten in der Anne-Frank-Schule einen besonders großen Schwerpunkt und würden immer wieder in den Fokus gerückt, betont Linne.

Makista kooperiert in seinen Bemühungen auch mit der Stadt Hanau, die seit 2014 das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ trägt und sich im Rahmen eines Aktionsplans unter anderem dafür einsetzt, dass Schulen und Kitas bei der Umsetzung der Kinderrechte unterstützt werden. „Als erste deutsche Stadt, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten hat, setzten wir uns auf vielfältige Art und Weise für Kinderrechte in Hanau ein. Aktionen wie diese machen das Thema für Kinder erlebbar und helfen ihnen dabei ihre Rechte zu verstehen“, so Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, der den Aktionstag in der Schule ebenfalls besuchte.

Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de