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Lesetipp: Young Citizens – Handbuch politische Bildung in der Grundschule

Kinder im Grundschulalter sind Young Citizens – junge Bürgerinnen und Bürger. Sie nehmen durch zahlreiche Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld Machtstrukturen, Regeln und Handlungsmöglichkeiten wahr und gehen auf ihre Weise mit ihnen um. Dieser frühe Lernprozess kann im demokratischen Sinne unterstützt und gefördert werden. Doch was genau macht politische Bildung in der Grundschule aus? Welche didaktischen Prinzipien sind von besonderem Interesse? Welche Bildungspotenziale können im Hinblick auf die verschiedenen Dimensionen des Lernens identifiziert werden? Das Handbuch der Bundeszentrale für politische Bildung (Baumgardt/ Lange, Juni 2022) stellt die theoretischen Grundlagen sowie die thematischen und didaktischen Aspekte von politischer Bildung für Young Citizens vor. Dazu gehört es auch, übergreifende Themen für die politische Bildung in der Grundschule fachwissenschaftlich zu erschließen und eine breite Palette von Methoden und Praxisbeispielen aufzuzeigen – z. B. in dem Beitrag „Kinderrechte“ von Dr. Inken Heldt, dem Text zu „Diskriminierungskritik, Vorurteils- und Sprachenbewusstheit“ oder den Hinweisen zu „Klassenrat und Schüler:innenmitbestimmung“ von Helmolt Rademacher. Mehr

Kick-off für den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung

Mit einem Nationalen Aktionsplan (NAP) für Kinder- und Jugendbeteiligung wird die Jugendstrategie der Bundesregierung weiterentwickelt. Besonderer Fokus liegt darauf, wie die Beteiligung junger Menschen auf allen Ebenen gestärkt werden kann. Dazu sollen u.a. Qualitätsstandards für wirksame Teilhabe besser bekannt gemacht werden. Zugleich werden mit dem Nationalen Aktionsplan auch die Gruppe „Kinder unter 12 Jahren“ in den Blick genommen sowie Länder und Kommunen als Beteiligungsebenen berücksichtigt. Mit der Kick-Off Veranstaltung am 13. und 14. November 2022 in Berlin startet das Bundesjugendministerium einen großen Dialogprozess, um den Nationalen Aktionsplan in den kommenden Monaten partizipativ zu gestalten. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft. Mehr

Fachtag: Kita als Häuser der Kinderrechte

Inspiriert durch das Makista-Material „Kleine Worte – Große Wirkung!“ und die langjährige Arbeit mit dem Ansatz der „Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung“ (Fachstelle Kinderwelten Berlin) organisierte die Kommune Filderstadt (Amt für Familie, Schule, Vereine) einen großen Fachtag für alle Kita-Fachkräfte der Stadt. Christa Kaletsch (Makista) lud in ihrem interaktiven Impuls dazu ein, sich aktiv mit den Kinderrechten zu verknüpfen und zeigt Wege auf, wie die Kinderrechte handlungsleitend für die Gestaltung des Alltags von Kindertagesstätten sein können. Durch die explizite Benennung der Kinderrechte werden die Kinder in ihrem Handeln für die Kinderrechte bestärkt. Reflexionen von Alltagssituationen stärken eine kinderrechtsbasierte pädagogische Haltung. Wenn Kita-Teams sich auf den Weg machen, die Kinderrechte mit ihren Prinzipien Schutz, Partizipation, Gleichheit und Förderung als Bezugsrahmen für die Gestaltung des Kita-Lebens zu machen, stellen sie häufig fest, wie wohltuend und klärend sich dies auch auf herausfordernde Fragestellungen auswirken kann.
Der ergänzende Workshop mit dem Titel „Kleine Worte – Große Wirkung!“ stellte praktische Wege zur Auseinandersetzung mit den Kinderrechten vor. Wie kann man mit Kindern die Kinderrechte thematisieren? Wie können Kinderrechte ein wichtiger Reflexionsrahmen für die Arbeit werden und dabei helfen, aktiv in eine kindgerechte Menschenrechtsbildung einzusteigen?

Wir sagen danke! Geburtstagsspende an Makista

Wir danken Helmolt Rademacher und seinen Festgästen anlässlich seines siebzigsten Geburtstags ganz herzlich für die großzügige Spende an unseren Verein. Für uns auch ein Anlass Helmolt Rademachers vielfältiges Engagement für Demokratie lernen und Kinderrechts-Pädagogik zu würdigen: viele Jahre lang vor seinem verdienten Ruhestand leitete er das Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des hessischen Kultusministeriums und hat sich in dieser Funktion u.a. dafür eingesetzt Klassenratsarbeit mit dem Bezug zu den Kinderrechten zusammen zu denken. Aufmerksam begleitet er noch immer bildungspolitische Prozesse und macht sich dafür stark, Schulentwicklung zu kinderrechtsbasiert denken. Als Co-Vorsitzender des Landesverbands der DeGeDe scheut Helmolt Rademacher sich nicht, für die Kinderrechte, seine Laufschuhe zu schnüren und für Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung zu sorgen (so im Jahr 2020 bei unserem Kinderrechte-Sponsorenlauf). Auch in der Arbeit für das hessische Bündnis Demokratiebildung nachhaltig gestalten hat sein Engagement für einen kinderrechtlichen Bezugsrahmen einen festen Platz. Wir freuen uns über diese verlässliche und gewachsene Kooperation und hoffen auf viele künftige gemeinsame Veranstaltungen.

Butzbach würdigt Kinderparlament auf Kinderrechte-Fest

Die Stadt Butzbach setzt ihren Einsatz zur Umsetzung der Kinderrechte fort und machte dies auch auf dem Kinderrechte-Fest zum Weltkindertag deutlich. Das im November 2021 gemeinsam mit Makista im Projekt „KindGeRecht“ gegründete Kinderparlament und die daran beteiligten Grundschulen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung: Zur Eröffnung ehrte Bürgermeister Merle die Kinderparlamentarier:innen der ersten Legislaturperiode und machte seine Freude über die zukünftige Zusammenarbeit mit den Parlamentskindern deutlich. Mitmachen, lernen und erfahren, was Kinderrechte sind konnten die Besucher:innen des Festes an den Ständen der drei Butzbacher Kinderrechteschulen und Makista, der Buchhandlung Bindernagel, der Gemeinwesenarbeit Butzbach und den Puzzle Kids. Das „Kinderrechte-Fischen“ informierte über einzelne Rechte und regte an, den Boden des Marktplatzes mit Kreide zu bemalen und zu beschriften. Welche Rechte gibt es? Welche sind uns besonders wichtig? Die Haingrabenschule, Hausbergschule und Gönser-Grund-Schule zeigten ihr Engagement zur Realisierung der Kinderrechte im Schulalltag, verkauften „selbst gestaltete „Kinderrechte-Postkarten“ und boten Spielaktionen an. Am Stand der Buchhandlung Bindernagel wurden zahlreiche kinderrechtssensible und rassismuskritische Bücher vorgestellt, die Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Vielfalt thematisieren und junge sowie ältere Leser:innen einladen, sich mit Gleichheits-, Schutz- und Nicht-Diskriminierungsrechte zu verknüpfen. Mit einer Abstimmungsaktion für die Umgestaltung des Schlossparks beteiligte sich das Innenstadtmanagement: Kinder und Jugendliche konnten über alte und geplante Spielgeräte sowie die Neugestaltung des Parkes voten, Wünsche und Anregungen äußern und sich somit explizit an der Stadtentwicklung und dem Umgestaltungsprozess beteiligen. Mehr