Die gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Corona-Pandemie, die Klimakrise und die Bedrohung der Demokratie finden ihren Niederschlag auch in der Schule. Da sie eine wichtige Sozialisationsinstanz ist, muss sie konstruktiv auf diese ständigen Veränderungen reagieren. Und sie sollte durch ein demokratisches und menschengerechtes Miteinander aufzeigen, dass es gute Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. In diesem Buch von Helmolt Rademacher (Co-Vorsitzender des hessischen Landesverbandes der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik) werden die Herausforderungen umfassend beschrieben, die Grundlagen für Gegenstrategien benannt und in einem Methodenteil Ansätze der realen Umsetzung aufgezeigt. Zum Buch
Das Sozialunternehmen ZuBaKa (kurz für: Zukunftsbaukasten), lud Makista ein, Studierende, die als Scouts zugewanderte Schüler:innen bei ihrem Weg durch das Bildungssystem unterstützen, zu den Kinderrechten fortzubilden. Während des digitalen Treffens am 09. Dezember 2021 ging es einerseits um ein gutes Verständnis der Kinderrechte-Grundprinzipien. Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über ihre ZuBaKa-Scout-Praxis aus: Wie lässt sich ein Verständnis der Kinderrechte auf die eigene Haltung übertragen? Wo sind in alltäglichen Situationen Anknüpfungspunkte? Wo können Kinderrechte bei Konflikten unterstützen? Die Zusammenarbeit mit ZuBaKa hat damit einen gelungenen Anfang genommen.
Viel ist passiert, aber es gibt auch noch viel zu tun. Grund genug auch in 2021 in Bewegung zu sein! Daher haben wir alle kinderrechtsbegeisterten Menschen, Freund*innen und Unterstützer*innen von Makista eingeladen, rund um den 6. Dezember mit einer kleinen (Lauf)Aktion auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen und Spenden einzuholen, die Makista und der Arbeit für die Realisierung von Kinderrechten in Schule, Kita und Co zu Gute kommen.
Viele schöne verschiedene Aktionen sind entstanden: Es wurden Laufstrecken gewählt und Plätzchen (zur Stärkung) gebacken. Eine ganz besondere Aktion hat sich die Gönser-Grund-Schule in Butzbach überlegt: Die Schülerinnen und Schüler haben zuhause Nikolausgedichte vorgelesen und so Spenden für Kinderrechte gesammelt.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitstreiter*innen für Kinderrechte!
Zum Hintergrund:
Am 20. November endete das (mehrfach verschobene und dann unter Corona-Bedingungen nur eingeschränkt mögliche) „Hessische Jahr der Kinderrechte“ mit einer Gala und Präsentation der verschiedenen Aktivitäten in Hessen. Das vom Sozialministerium begleitete Aktions-Jahr war sicher ein wichtiger Schritt in der Bewusstwerdung der Kinderrechte, die seit Oktober 2018 Bestandteil der hessischen Verfassung sind. Die Notwendigkeit auf die Kinderrechte hinzuweisen, besteht freilich weiter und Makista wird nicht nachlassen, die Kinderrechte trotz (oder: gerade wegen) der Pandemie nicht aus den Augen zu verlieren und Bildungseinrichtungen bei ihrer Realisierung zu unterstützen.
Stolz blicken wir auf viele Erfolge in diesem Jahr: Besonders am Herzen lag uns die Mitarbeit an dem Magazin „Wie geht es Euch?“ der Kinder- und Jugendrechtebeauftragten, für das wir Lebensporträts von sechs Jugendlichen verfasst haben. Wir freuen uns außerdem, dass wir als Expert*innen im Kultusministerium gesehen werden und zur Stärkung der Kinderrechte im „Referenzrahmen Schulqualität“ beitragen konnten bzw. weiterhin werden. Damit wird unser auch etwas lauterer und kämpferischer Einsatz für die Kinderrechte insbesondere in Zeiten der Pandemie gewürdigt.
Für all das braucht man einen langen Atem, Unterstützerinnen und Unabhängigkeit. Daher wollten wir in diesem Jahr an unseren großen und von vielen engagierten (jungen sowie erwachsenen) Läuferinnen unterstützten „Spendenlauf für Kinderrechte“ 2020 anknüpfen (www.makista.de/lauf-fuer-kinderrechte-hessen-2020). Mit einer kleineren Variante luden wir nochmal dazu ein für die Kinderrechte in Bewegung zu kommen.
Das hessische Aktionsjahr der Rechte für alle Kinder und Jugendlichen, ausgerufen durch die Hessische Landesregierung, fand am 20. November 2021 mit einer digitalen Veranstaltung seinen Abschluss. Dort wurde auch der hessische Partizipationspreis 2021 verliehen. „Kinderrechte sind Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte, ihre Bekanntheit ist ein zentrales Instrument für ihre Umsetzung“, erklärt die Beauftragte der Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte, Miriam Zeleke. „Viele Menschen kennen diese Rechte leider noch nicht, oder nicht gut.“ Um das zu ändern, beinhaltete das Kampagnenjahr mit dem Titel „KinderRechte! ‘20/‘21“ viele Feste und Aktionen. „Dazu gehörten in diesem Jahr über 20 Projektförderungen, ein Kinderrechtekongress und die hessenweite Kampagne zum Weltkindertag „#WindmachenfürKinderrechte“ zu der auch das Magazin „Wie geht’s euch“ herausgegeben wurde“, berichtet Zeleke. Zudem wurden über 30 Begegnungsfeste gefördert.
Staatssekretärin Anne Janz würdigte die unterschiedlichen Projekte: „Ich freue mich, dass wir auf dieser digitalen Veranstaltung die Projekte und den Preis hervorheben und wertschätzen können. Auch wenn das Aktionsjahr der Kinderrechte in Hessen heute offiziell endet, sind sie uns natürlich weiterhin ein wichtiges Anliegen.“ Die geförderten Projekte haben sich auf künstlerische Art und Weise mit den Rechten, Wünschen und Forderungen an einen intergenerationellen Dialog auseinandergesetzt. „Von Graffiti über Musik, Theater und Stop-Motion-Filme bis hin zu einer landkreisweiten Kinderrechte-Aktionswoche wurden vielfältige Themenkreise rund um die Kinder- und Jugendrechte intensiv erarbeitet und öffentlich präsentiert“, zeigt sich Janz beeindruckt. Bis April 2023 will die Landesregierung das bundesweit erste Monitoring für Kinder- und Jugendrechte vorlegen. (Quelle)
Ein interaktiver Abend „Kinderrechte im Verein“ bot den Teilnehmenden Gelegenheit, sich aktiv mit den Grundlagen der UN-Kinderrechtskonvention zu verknüpfen und ihre Wirkungen in Butzbach, aber auch in ihrem Berufs-, Vereins- und Familien-Alltag, nachzuspüren. Christa Kaletsch, freie Autorin und Fortbildnerin für Demokratie- und Menschenrechtsbildung sowie 2. Vorsitzende von Makista e.V., hatte zu dem Abend am 9. November 2021 gemeinsam mit der Gönser-Grund-Schule eingeladen, die als Kinderrechteschule aktiv ist. Die Schulleiterin Anette Schliebener teilte ihre eigene Erfahrung und lernte auch neue Perspektiven kennen. Die Heterogenität der Gruppe, in der die Erkenntnisse aus Sport, Kinderbetreuung, Karneval, Schule- und städtischer Verwaltung zusammenkamen, trug zu dem besonderen Gelingen der zweistündigen Veranstaltung bei. Abschließendes Votum der Teilnehmenden: davon könnte und sollte es mehr geben.
Makista begleitet in dem Projekt „KindGeRecht“ die Stadt Butzbach bei der langfristigen und weitreichenden Umsetzung von Kinderrechten in der Kommune – im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Butzbach bewegen“ und gemeinsam mit der Gemeinwesenarbeit der Stadt Butzbach (zur Website Kinderechte in Butzbach).