Alle Beiträge von Makista Admin

Neues Programm „Auf dem Weg zur Kinderrechteschule“

Die Kinderrechte zur Grundlage der Schulkultur machen! Das nehmen sich ab sofort weitere vier Schulen aus Hessen vor und verstärken damit das Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie: Die Bürgermeister-Grimm Schule Frankfurt, Degerfeldschule Butzbach, Elly-Heuss-Knapp-Schule Darmstadt und die Keltenbergschule Glauburg.

Auf dem Auftakttreffen am 9. November 2022 in Frankfurt stellten sich die Schulen mit ihren Anliegen und Ideen für die zukünftige Arbeit als Kinderrechteschule vor. Inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Ausbildungsmoduls war der Bereich Partizipation, als eines von vier Grundprinzipien der Kinderrechtskonvention. Interaktive Impulse führten das Partizipationsprinzip als Motor für die Entwicklung zur kindergerechten Schule ein und machte dabei auch auf die Verschränkung aller Kinderrechtsprinzipien aufmerksam. Übungen und Methoden luden dazu ein, die Vielfalt von Partizipation im (eigenen) Schulalltag zu reflektieren. Außerdem wurden die Schulen mit einem umfangreichen Materialpaket zur Begrüßung im Programm ausgestattet.

Unter der Leitung von Makista sind seit 2010 bereits 30 Schulen als Kinderrechteschule aktiv. Die in Deutschland seit 1992 geltende UN-Kinderrechtskonvention bietet eine gute Grundlage für die Gestaltung einer kindergerechten, demokratischen, diskriminierungsfreien und weltoffenen Schule. Orientierung geben dabei die Prinzipien Gleichheit, Schutz, Förderung und Partizipation. In dem Ausbildungsprogramm auf dem Weg zur Kinderrechte- und Demokratieschule unterstützt ein erfahrenes Team die Lehr- und Fachkräfte bis März 2024 durch individuelle Entwicklungsgespräche, Studientage für das Gesamt-Kollegium, drei Fortbildungsmodule sowie Praxismaterialien.

In Hessen ist das Netzwerk der Kinderrechteschulen ein wichtiger Multiplikator für die Realisierung der Kinderrechte in Bildungseinrichtungen und darüber hinaus. Die Schulen beteiligen sich an Veranstaltungen wie dem Hessischen Demokratietag oder engagierten sich für die Aufnahme der Kinderrechte in die Hessische Landesverfassung. Sie tauschen sich in regionalen Gruppen aus und bieten immer wieder Hospitationen für alle hessischen Schulen an.

Die Angebote von Makista werden gefördet im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und Extremismus“. Weitere Partner des Netzwerks sind das Projekt des Hessischen Kultusministeriums „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD), UNICEF Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk sowie die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) Hessen.

Gastbeitrag in der FR: Mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für Lehrkräfte

„Lehrkräfte, die sich mit viel Hingabe […] bemühen, die Rechte der Kinder zu stärken, und deren Unterricht sich nicht auf Stoffvermittlung beschränkt, (sind) einer unglaublich starken Belastung ausgesetzt. Für diese braucht es zuallererst Wertschätzung, Anerkennung und Entlastungsangebote.“ In ihrem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau fordern Christa Kaletsch (Vorsitzende Makista und Landesverband Hessen der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik) und Helmolt Rademacher (Vorsitzender Landesverband Hessen der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik) Politik auf, Schulen noch mehr Freiräume zur Lerngestaltung zu geben und sie zu ermuntern innovativer zu werden.

Artikel in FR-Online lesen (erschienen am 4.10.22)

Kinderrechte im Schulqualitätsrahmen Hessen: Neues Themenfeldheft

Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS) dient der innerschulischen Diskussion zu Fragen der schulischen Qualität – und darin dürfen die Kinderrechte nicht fehlen. In Hessen sind sie deshalb bereits seit 2010 dort verankert. Ab sofort ist in dem Themenfeldheft „Demokratiebildung, Kinderrechte und Gewaltprävention“ ausführlich formuliert, an welchen Stellen der Referenzrahmen Hinweise und Beispiele zur Verwirklichung demokratischer Prozesse im Schulalltag gibt. Gemeinsam mit der Lehrkräfteakademie Hessen und dem Projekt „Gewaltprävention und Demokratielernen“ erarbeitete Makista das Heft, das sowohl als PDF als auch in HRS-Online für Lehrkräfte zur Verfügung steht. Mehr

Pat:innen für Kinderrechteschulen gesucht

30 aktive Kinderrechteschulen in Hessen nehmen das Motto „Gemeinsam für Kinder“ ernst und sind Häuser einer gelebten Kinderrechtekultur – immerhin gilt die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland seit 30 Jahren. Im Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie haben sich Schulleitungen, Lehr- und Fachkräfte selbst verpflichtet, die Rechte für alle Kinder und Jugendlichen zur Leitlinie ihres Schulalltags zu machen – gemeinsam mit den Schülerinnen, Eltern und Partnerinnen in der Kommune. Makista hat das Netzwerk 2010 gegründet und begleitet Schulen auf ihrem Weg zur Kinderrechteschule.

30 Jahre Kinderrechte in Deutschland x 30 Kinderrechteschulen in Hessen

Wir alle möchten weiter und nachhaltig aktiv bleiben. Dafür wird finanzielle Unterstützung benötigt!

Deshalb werden Pat*innen für jede engagierte Kinderrechteschule gesucht. Nach dem Motto „30 Jahre Kinderrechte in Deutschland x 30 Kinderrechteschulen in Hessen“ spenden sie 900 Euro für eine Schule. Dabei kann bei Interesse gerne näherer Kontakt zu „ihrer“ Schule und dem Netzwerk aufgebaut werden – der Austausch ist willkommen.

In der Zeit zwischen dem 20. September (Weltkindertag) und dem 20. November 2022 (Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention) organisieren wir gerne gemeinsam eine Aktion zur Spendenübergabe und machen damit Ihr Engagement für die Kinderrechte öffentlich, nach der Devise: Gutes tun und es auch zeigen!

Nehmen Sie Kontakt auf: Entweder zur Kinderrechteschule oder zu Makista (info@makista.de, 069-949446740)

Nähere Informationen zur Arbeit des Netzwerks, eine Liste der Kinderrechteschulen und Kooperationspartner finden Sie in unserem Flyer und auf dieser Sonderseite.

Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Wetzlar: Kinderrechte auch über Weltkindertag hinaus kommunal umsetzen

Die Stadt Wetzlar ist im Makista-Projekt „KindGeRecht“ ein engagierter Partner für die Umsetzung der Kinderrechte in der kommunalen Bildungslandschaft – und machte das auf dem Weltkindertagsfest am 25. September 2022 sichtbar. Christa Kaletsch, Vorsitzende von Makista, war dabei und durfte neben Oberbürgermeister Manfred Wagner und der Schule an der Brühlsbacher Warte die „Kinderrallye“ eröffnen. Ein 2020 gegründeter Arbeitskreis Kinderrechte (Jugendamts-Abteilungen Frühe Hilfen/Kinderschutz, Kindertagesstätten, Jugendhilfeplanung, Programm „Demokratie leben“) hat sich vorgenommen Fachkräfte aus Kita, Schule und Jugendbildung sowie Eltern über den Weltkindertag hinaus langfristig zu unterstützen. Dazu werden Fortbildungen für Interessierte und ganze Teams angeboten, die u. a. Makista begleitet. In Planung sind außerdem jährliche Aktionen zum Thema Kinder- und Jugendrechte. Als Hinweis auf das Vorhaben, das auf zehn Jahre (= zehn wichtige Kinderrechte) angelegt ist, dienen die 2021 gestalteten „Kinderrechte-Würfel“, die als Spielgerät im Park Colchester-Anlage aufgestellt wurden. Und genau hier startete in diesem Jahr die „Kinderrallye“ zum Weltkindertag. An dem Mitmachstand von Makista wurden Kinder angeregt sich mit dem „Haus der Kinderrechte“ zu beschäftigen: Eine illustrierte Karte zeigt ein buntes Haus, in dem 10 wichtige Kinderrechte-Piktogramme zu finden sind. Bevor (Schul)Kinder auf der Rückseite nachlesen können, um welche Kinderrechte es sich handelt, überlegen sie selbst, was die Illustration bedeuten könnte und welche Rechte sie haben. Anschließend konnten sie auf einem entsprechenden Ausmalbild entweder das für sie wichtigste Recht bunt gestalten oder das gesamte Haus ausmalen. Darüber hinaus waren sie aufgefordert einen eigenen (zusätzlichen) Kinderrechte-Wunsch auf einer Malvorlage zu illustrieren/ zu schreiben. Parallel gaben wir Informationen an Erwachsene / besonders pädagogische Fachkräfte weiter, die für die Einhaltung und Verwirklichung der Kinderrechte verantwortlich sind: u. a. Anregungen zur Förderung einer altersgerechten Auseinandersetzung mit den durch die Pandemie hervorgerufenen Herausforderungen formuliert in der Broschüre „Jetzt erst recht. Kinderrechte umsetzen in/trotz der Pandemie“. Mehr