Alle Beiträge von Makista Admin

Makista-Vorstand setzt sich neu zusammen

Seit dem Mitgliedertreffen am 1. November 2022 hat Makista einen neuen Vorstand: Christa Kaletsch übernimmt den 1. Vorsitz. Ihre Expertise als Trainerin für Menschenrechtsbildung gibt der Arbeit von Makista (weiterhin) ein wichtiges Fundament. Lea-Sophie Berend kommt als 2. Vorsitzende in unser Team, mit viel Erfahrungswissen in der kommunalen Demokratiearbeit und für die Verankerung unserer Aktivitäten bei Stiftungspartnern. Ingrid Zeller unterstützt uns weiterhin als Kassenwartin und bleibt im Bereich Elternarbeit aktiv. Sonja Student ist als Gründerin, langjährige erste Vorsitzende, Herz und Seele von Makista als Ehrenmitglied Teil unseres (neuen) erweiterten Vorstands. Narma Hemken bringt sich und ihren Wissensschatz als Prozessbegleiterin im Bereich der ganzheitlichen Gesundheitsstärkung für Erwachsene in den erweiterten Vorstandskreis bei Makista neu ein. Und Jasmine Gebhard tritt als langjährige Geschäftsführerin und Projektkoordinatorin dem erweiterten Vorstand bei. In der Geschäftsstelle bleibt unser Team bestehen: Hannah Abels und Sarah Tabatabai tüfteln gemeinsam mit dem Vorstand über To Dos und Visionen.

Digitales Angebot: Stereotypen und Diskriminierung an Schulen

Lehrkräfte haben entsprechend der grund- und menschenrechtlichen Vorgaben die Aufgabe, Schüler:innen vor Diskriminierung zu schützen. Doch Diskriminierung gehört mit ihren verschiedenen Facetten sowohl in der Gesellschaft als auch in der Schule zum Alltag. Dabei geht sie nicht nur von Schüler:innen aus, sondern manchmal auch – bewusst oder unbewusst – von schulischen Professionellen. Die Veranstaltungsreihe „Vielfalt im Gespräch“ bietet am 29. November (16:30 – 18:00 Uhr) digital die Möglichkeit mit Aliyeh Yegane ins Gespräch zu kommen. Sie geht unter anderem der Frage nach, was rechtlich als Diskriminierung gilt und welche konkreten Situationen im schulischen Alltag als diskriminierend einzuschätzen sind. Darüber hinaus werden Handlungsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für ein diskriminierungsarmes Schulklima vorgestellt und thematisiert, was Lehrkräfte und weitere pädagogische Fachkräfte dafür tun können. Das Format findet statt im Projekt „Vielfalt entfalten – Gemeinsam für starke Schulen“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unter Förderung der Stiftung Mercator. Weitere Infos finden sie hier

UN-Kinderrechtsausschuss: Empfehlungen an Deutschland

Der UN-Kinderrechtsausschuss prüft die Umsetzung der Kinderrechte und hat auch für Deutschland Empfehlungen (die „abschließenden Bemerkungen“) veröffentlicht, in denen die Expert:innen des Ausschusses Hinweise dafür geben wo Bund, Länder und Kommunen aktiv werden sollten, um die Kinderrechte umzusetzen. 

Der (ausführliche) Bericht stärkt mit einer Empfehlung auch die Arbeit von Makista und vielen anderen Kinderrechtsorgansiationen in der Entwicklung und Unterstützung von Kinderrechteschulen: Menschenrechtserziehung sollte als Bildungsziel in alle Schulgesetze aufgenommen werden, um sicherzustellen, dass alle Kinder in allen Bildungseinrichtungen über die Kinderrechte und die Konvention unterrichtet werden. Lehrkräfte sollten dafür Unterstützung erhalten. Die Notwendigkeit von Initiativen zur Menschenrechtserziehung, wie die Projekte „Schulen für Kinderrechte“ und „Demokratie leben!“ wird explizit formuliert. Im Bereich Bildung wird außerdem auf eine Verbesserung des Zugangs zu Bildung für alle Kinder, insbesondere auch für Kinder mit Behinderungen, hingwiesen und Maßnahmen gegen Lehrermangel sowie Beschwerdemöglichkeiten für Kinder in der Schule gefordert.

Der Ausschuss lobt Deutschland für Gesetzesänderungen und politische Maßnahmen der
letzten Jahre wie z.B. Verbesserungen in der Kinder-und Jugendhilfe oder die Aufnahme ukrainischer Geflüchteter, sieht aber eben auch dringenden Handlungsbedarf in einigen Bereichen. Insgesamt ist es jetzt wichtig, dass die vielfältigen Empfehlungen umgesetzt werden und zentrale strukturelle Weichenstellungen stattfinden (z.B. die Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz). Eine Kurzfassung des Berichts hat UNICEF zusammengestellt

Kinderrechte-Workshop der HSG Hanau erfolgreich durchgeführt

Makista begleitet seit Anfang 2021 den Sportverein HSG Hanau, die sich aktiv für Demokratieförderung einsetzt, bei der Umsetzung der Kinderrechte im Verein. Am 15.11.2022 fand der zweite Workshop für die Kinder und Jugendlichen statt. Im Rahmen der Kinderrechte-Woche des Main-Kinzig-Kreises besuchten die D-Jugendlichen der HSG Hanau außerdem die Aktionswoche im Main-Kinzig-Forum Gelnhausen.
Hier erwarteten die Kinder verschiedene Veranstaltungen, Aktionsinseln und Mitmach-Stationen rund um die Kinderrechte. Im Anschluss an die Erkundungstour sammelten sich die Kinder an einem ruhigen Ort und besprachen ihre neu erworbenen Erkenntnisse mit Jannik Ruppert (Projektleiter) und Sarah Tabatabai (Makista e.V.): Besonderes die Rechte auf Bildung und Beteiligung sowie die Rechte auf Privatsphäre, auf Fürsorge der Eltern und natürlich das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung waren den Spielern der HSG wichtig. Alle Kinder erhielten zum Abschluss ihres Besuchs im Forum einen persönlichen Kinderrechte-Pass und ein Exemplar der Kinderrechtskonvention.

Neues Programm „Auf dem Weg zur Kinderrechteschule“

Die Kinderrechte zur Grundlage der Schulkultur machen! Das nehmen sich ab sofort weitere vier Schulen aus Hessen vor und verstärken damit das Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie: Die Bürgermeister-Grimm Schule Frankfurt, Degerfeldschule Butzbach, Elly-Heuss-Knapp-Schule Darmstadt und die Keltenbergschule Glauburg.

Auf dem Auftakttreffen am 9. November 2022 in Frankfurt stellten sich die Schulen mit ihren Anliegen und Ideen für die zukünftige Arbeit als Kinderrechteschule vor. Inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Ausbildungsmoduls war der Bereich Partizipation, als eines von vier Grundprinzipien der Kinderrechtskonvention. Interaktive Impulse führten das Partizipationsprinzip als Motor für die Entwicklung zur kindergerechten Schule ein und machte dabei auch auf die Verschränkung aller Kinderrechtsprinzipien aufmerksam. Übungen und Methoden luden dazu ein, die Vielfalt von Partizipation im (eigenen) Schulalltag zu reflektieren. Außerdem wurden die Schulen mit einem umfangreichen Materialpaket zur Begrüßung im Programm ausgestattet.

Unter der Leitung von Makista sind seit 2010 bereits 30 Schulen als Kinderrechteschule aktiv. Die in Deutschland seit 1992 geltende UN-Kinderrechtskonvention bietet eine gute Grundlage für die Gestaltung einer kindergerechten, demokratischen, diskriminierungsfreien und weltoffenen Schule. Orientierung geben dabei die Prinzipien Gleichheit, Schutz, Förderung und Partizipation. In dem Ausbildungsprogramm auf dem Weg zur Kinderrechte- und Demokratieschule unterstützt ein erfahrenes Team die Lehr- und Fachkräfte bis März 2024 durch individuelle Entwicklungsgespräche, Studientage für das Gesamt-Kollegium, drei Fortbildungsmodule sowie Praxismaterialien.

In Hessen ist das Netzwerk der Kinderrechteschulen ein wichtiger Multiplikator für die Realisierung der Kinderrechte in Bildungseinrichtungen und darüber hinaus. Die Schulen beteiligen sich an Veranstaltungen wie dem Hessischen Demokratietag oder engagierten sich für die Aufnahme der Kinderrechte in die Hessische Landesverfassung. Sie tauschen sich in regionalen Gruppen aus und bieten immer wieder Hospitationen für alle hessischen Schulen an.

Die Angebote von Makista werden gefördet im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und Extremismus“. Weitere Partner des Netzwerks sind das Projekt des Hessischen Kultusministeriums „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD), UNICEF Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk sowie die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) Hessen.