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Kinderrechteprinzip Förderung im Fokus

Im dritten und letzten Modul im aktuellen Ausbildungsprogramm „Auf dem Weg zur Kinderrechteschule Hessen“ beschäftigten sich die teilnehmenden Lehr- und Fachkräfte mit dem wichtigen Kinderrechteprinzip Förderung. „Jedes Kind hat das Recht gesehen zu werden und mitzuwirken. Förderrechte sind Teilhaberechte“ – unter diesem Titel stellte der Impuls von Makista das Prinzip des Rechts auf Entwicklung in den Vordergrund. In einer Arbeitsphase gab es für die angehenden Kinderrechteschulen Gelegenheit, in den eigenen Schulalltag zu blicken, gelingende Strukturen zu würdigen und Entwicklungsbedarfe zu benennen.

Von November 2022 bis März 2024 machen sich vier Schulen auf den Weg zur Kinderrechteschule und werden dann Teil des hessenweiten Schulnetzwerks für Kinderrechte und Demokratie mit mittlerweile 30 Schulen, das von Makista organsiert und begleitet wird. Gefördert ist das Netzwerk zurzeit im Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ im Projekt „KindGeRecht“.

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Kinderrechteschule öffnet ihre Türen

Mittlerweile ist die ganzheitliche Kinderrechtebildung zu einem festen Bestandteil der demokratischen Schulkultur an der Hans-Quick-Schule in Bickenbach geworden. Die Grundschule ist seit über acht Jahren engagiert im Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen und öffente am 6. Juni ihre Türen für interessierte Kolleg:innen aus dem Netzwerk. Bei der Konzeption des schuleigenen Schutzkonzeptes beispielsweise gab die UN-Kinderrechtskonvention und ihre Grundprinzipien von Gleichheit, Schutz, Förderung Partizipation Orientierung. Immer wieder beschäftigen sich alle mit den Inhalten der Kinderrechtskonvention – u. a. durch das Festschreiben von Ritualen, im Schüler:innenparlament, im Fach Soziales Lernen, dem Einsatz passender Kinderbücher oder dem Anbringen eines „Kinderrechte-Pfades“. Ganz aktuell hat es die Schule mit dem Projekt „Unser ökologischer Handabdruck“ unter die 50 Preisträger:innen im Bundeswettebwerb Demokratisch Handeln geschafft.

Kinderrechte-Monitoring Hessen: Erste Ergebnisse

Der erste Zwischenbericht des hessischen Kinderrechtemonitorings zur Bekanntmachung der Kinder- und Jugendrechte liegt vor. Bedarf sieht die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte in den Verwaltungen des Landes und der Kommunen: 87,4% der kommunalen Verwaltungen kennen zwar die Kinderrechte – aber leider nur vom Namen her. „Um die kommunalen Verwaltungen bereits jetzt zu unterstützen und die Kinderrechte zu stärken, ist aktuell ein Förderaufruf zur Einrichtung einer Beratungsstruktur für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung gestartet“, so Sozialminister Klose. Zudem verfasse die Beauftragte der Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte aktuell eine Publikation zur Kinder- und Jugendbeteiligung in der Verwaltung als Handlungsempfehlung.

Der Bericht der Monitoring-Stelle beschäftigt sich auch mit der Umsetzung der Kinderrechte an Schulen und dem von Makista seit 2010 durchgeführten „Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen“ und empfiehlt das Programm auszuweiten: Die 30 Schulen im Netzwerk machen die Kinder- und Jugendrechte über die kinder- und jugendrechtlichen Mindestanforderungen hinaus zum zentralen Gegenstand der Gestaltung von Schul- und Unterrichtskultur und nehmen dabei vielfältige Rollen in der Verwirklichung der Kinder- und Jugendrechte in und außerhalb der Schule ein. Ziel ist nicht die Schaffung einer „fertigen“ Kinder- und Jugendrechte-Schule, sondern die langfristige Orientierung nach den Vorgaben der UN-KRK.

Von der Landesebene sollten verstärkt Anreize für Kommunen zur Teilnahme an dem Programm sowie an Kinder- und Jugendrechtetagen entwickelt werden, die für diese leicht annehmbar und umsetzbar sind.

Hier geht es zur Pressemeldung des Sozialministeriums sowie zum Download des gesamten Monitoring-Berichts.

Online-Workshop: Eltern für Kinderrechte begeistern

In der digitalen Workshop-Reihe der Deutschen Liga für das Kind „Kinder beteiligen, fördern, schützen!“ geht es am 11. Oktober 2023 (16 bis 18 Uhr) um das Thema „Kinderrechtsbasierte Erziehungs- und Bildungspartnerschaft.“​ Prof. Dr. Jörg Maywald leitet den Austausch rund um die Frage: Auf welche Weise können Eltern unterstützt und für Kinderrechte begeistert werden?

Weitere Infos und Anmeldung

Leseempfehlung: Eltern als Partner*innen für eine demokratische Schulkultur

Für Makista und die Arbeit im Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen spielen Eltern eine wichtige Rolle für eine Kultur der Kinderrechte. In ihrem Beitrag im Online-Dossier des Deutschen Kinderhilfswerk gibt Christa Kaletsch Anregungen, wie Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mit Eltern zu den Kinderrechten ins Gespräch kommen und sie als Partner*innen gewinnen können. Abschließend stellt sie einige Methoden vor, um einen Austausch mit Erziehungsberechtigten anzustoßen.

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