Mit der „Demokratiewiese der Langener Kinder“ haben die Albert-Schweitzer-Schule und die Janusz-Korczak-Schule einen Ort für Kinderrechte in der Stadt geschaffen: Die Kinder „pflanzten“ am 21. September anlässlich des Weltkindertages selbst gestaltete Blumen auf der Grünfläche vor der Stadthalle. Sie sollen auf die Wünsche der Kinder aufmerksam machen und daran erinnern, wie wichtig Mitbestimmung, gegenseitiger Respekt, Vielfalt und das gemeinsame Gestalten unserer Gesellschaft sind. Auch in den kommenden Jahren wird der öffentliche Platz ein Aufmerksamkeitspunkt für eine lebendige Demokratie sein und darf für weitere Aktionen der engagierten Schulen genutzt werden.

Beide Schulen arbeiten bereits seit vielen Jahren im hessenweiten „Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie“ eng mit Makista zusammen. Die Idee zur Demokratiewiese entstand auf einem der gemeinsamen Netzwerktreffen im Frühjahr, in denen die Lehr- und Fachkräfte Impulse erhalten, aber vor allem Gelegenheit für den kollegialen Austausch haben. Die Schulleiterinnen Barbara Busch und Iris Radloff sowie weitere Kolleginnen beider Schulen haben sich im Anschluss um die gesamte Projektorganisation und -umsetzung gekümmert.
Das Besondere an der Initiative in Langen: die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit von Grundschule und Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Passend zum diesjährigen Motto des Weltkindertags „Starke Kinder, starke Zukunft!“, zeigte die Aktion, wie wichtig es ist, ALLEN Kindern und Jugendlichen entsprechend ihrer Rechte zu ermöglichen, auf sich und ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Dabei hilft zum Beispiel „Unterstützte Kommunikation“ durch leicht verständliche Symbole vielen (jungen) Menschen, die keine gemeinsame Sprache haben, sich mitzuteilen und auszudrücken und „bei einer Behinderung ein selbstständiges und aktives Leben zu führen“ (Artikel 23, UN-KRK). So konnten in Langen unterschiedliche Kinder eine Wunschblume ganz nach ihren Vorstellungen und Möglichkeiten, mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte, zur Demokratiewiese beitragen. Als zum Abschluss die Kinder beider Schulen ihre Kinderrechtelieder sangen, wurde das Gemeinschaftsgefühl noch deutlicher – das macht Hoffnung!



Um derartiges Engagement aufrechtzuerhalten werden immer wieder engagierte Kooperationspartner und finanzielle Unterstützer*innen gebraucht. Die in Köln ansässige Bethe-Stiftung, die sich in einem Förderschwerpunkt um pädagogische Maßnahmen zu Toleranz und Akzeptanz der Kulturen in Deutschland kümmert, ist so eine Verbündete. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Schulnetzwerk für Kinderrechte und Demokratie Hessen startete die Stiftung gemeinsam mit Makista eine Spendenverdopplungsaktion: die Summe der erhaltenen Spenden bis zu einer Höhe von insgesamt 5.000 € wurden verdoppelt. Mit dem Geld konnten Lehr- und Fachkräfte in den Kinderrechteschulen weitergebildet, vernetzt und in demokratischen Bildungsprozessen begleitet werden. Eine wichtige Aktion, die genauso auch Öffentlichkeit für die Relevanz eines menschengerechten Miteinanders geschaffen hat!