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18.5.2012 : 3:52 : +0200

Vortrag für Schülerinnen und Schüler: Was passiert mit meinem Fragebogen?

Erste Rückmeldung an die drei an der Evaluation des Projekts teilnehmenden Schulen

Zehn Schulen in Hessen arbeiten an dem von Makista e.V., UNICEF Deutschland, der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung und der „Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region“ organisierten Projektthema „Kinderrechte“. Drei dieser Schulen nehmen an einer von der Universität des Saarlandes durchgeführten Evaluation des Projektes teil.
Ziel dieser Evaluation ist es herauszufinden, wie sich die Umsetzung des Projekts an der Schule gestaltet und wie die Kinder, Erziehungsberechtigten, Lehrkräfte sowie die Schulleitungen dieses Projekt wahrnehmen. Bislang fand eine erste Befragung im April 2011 statt und die nächste ist für Frühjahr 2012 geplant.

Illustration: Franziska Harvey

Um den befragten Schulen, vor allem den Schülerinnen und Schülern, ein entwicklungsangemessenes Verständnis am Prozess der wissenschaftlichen Begleitung zu ermöglichen, entwickelte Makista e.V. in Zusammenarbeit mit Prof. Perels einen undefinedkindgerechten Vortrag zu dem Evaluationsvorhaben für Schülerinnen und Schüler, die an der Evaluation des Projekts teilnehmen. Dort werden Fragen beantwortet wie „Warum sollte ich an der Befragung teilnehmen?“ oder „Was passiert mit meinem Fragebogen?“. Außerdem ging es darum zu erläutern, wieso eine zweite Befragung stattfinden muss, bevor Ergebnisse bekanntgegeben werden können. Ohne in den Implementierungsprozess der Projekte an den Schulen einzugreifen und so den Charakter der unabhängigen Wirkungsanalyse zu gefährden, kann durch eine derartige Rückmeldung der partizipative Ansatz der Zusammenarbeit mit den Modellschulen aufrechterhalten werden.

Aufgrund des langen Zeitraumes zwischen den beiden Befragungssterminen lag die Absicht darin, den Schülerinnen und Schülern zu signalisieren, dass ihre Mitarbeit an dem Projekt und der Evaluation von Bedeutung ist und tatsächlich mit den ausgefüllten Fragebögen gearbeitet wird. Darüber hinaus wurde ihnen auf diese Art und Weise die Befragung, die inzwischen über sechs Monate vergangen ist, wieder ins Gedächtnis gerufen sowie ihr Interesse für das Vorgehen „hinter den Kulissen“ geweckt. Ziel war es dabei, den Schülerinnen und Schülern zu erklären, wie man vom angekreuzten Fragebogen zu den konkreten Ergebnissen gelangen kann. Inhaltlich wurde in dem Kurzvortrag der Weg des Fragebogens von der Schule, über den Transport zur Universität des Saarlandes, der Dateneingabe und Berechnung der statistischen Werte bis hin zu konkreten Ergebnisdiagrammen erklärt.

Die Resonanz zu den Vorträgen am 5. und 6. September 2011 seitens der Schulen war insgesamt sehr positiv. Gerade bei den Grundschülern konnte starkes Interesse festgestellt werden – viele Nachfragen, aber auch eigene Ideen wurden mit eingebracht, was den Vortrag lebendig und spannend gestaltete. An allen Schulen kamen im Anschluss Fragen nach konkreten Ergebnissen auf, die zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht detailliert beantwortet werden konnten. Die tatsächlichen Evaluationsergebnisse liegen erst nach der letzten Erhebung im Frühjahr 2012 vor. Doch gerade diese Anmerkungen zeigen, dass der Vortrag sein primäres Ziel – nämlich die Schülerinnen und Schüler zu aktivieren sowie ihnen die Arbeit mit ihrem Fragebogen zu erklären – erreicht wurde und weiterhin motiviert an dem Projekt gearbeitet werden kann. Die Lehrkräfte erhielten die Präsentation für ihre Unterlagen und können diese zur Weiterarbeitung bzw. Nachbereitung des Themas im Unterricht nutzen. Zum Abschluss der Evaluation ist eine ausführliche Präsentation zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung im Stil einer „Kinder-Uni“ geplant.

Bericht von Prof. Franziska Perels (Universität des Saarlandes, IQ Hessen) und Beatrice Egner (Universität des Saarlandes)

Weitere Informationen

undefinedkindgerechte Präsentation (PDF, 2,6 MB) zur Evaluation des Modellschul-Netzwerks

Impressionen